Multimedia-Flug, die Erste!

Hallo liebe Leser,

es geht hier mal wieder weiter, und dieses Mal sogar noch multimedialer als bisher!

Mein Fluglehrer war heute zeitlich etwas eingespannt, sodass mein Kollege Engels und ich uns insgesamt 2,5 Stunden teilen mussten, von denen wir ca. 2 Stunden reine Flugzeit hinbekommen haben.

Die Segelflieger waren heute mal wieder ganz happy mit der Thermik, nur uns im UL hat es mal wieder ziemlich durchgeschüttelt – vor allem an den Hangkanten der Alb waren ziemliche Aufwinde zugange, die einen immer mal wieder gefühlte zehn Meter nach oben katapultierten oder aus einem gemütlichen Geradeausflug einen Ritt auf einem Mustang machten… trotzdem merkte ich, dass ich – trotz der Turbulenzen – inzwischen sehr ruhig geworden bin und die plötzlichen Richtungsänderungen meines Fliegers nicht durch brachiales Bedienen sämtlicher Ruder zu kompensieren versuchte.

Direkt nach meinem Kollegen Engels war also ich dran: Mein Fluglehrer Bernie meinte, ich solle noch schnell den Sprit kontrollieren, da nicht mehr allzuviel übrig sein kann. Eine Messung ergab dann, dass wir noch ~ 30 Liter übrig hatten, was für unseren Schulungsflug mehr als ausreichend war

tank_check

Kaum waren alle Checks durchgeführt, gings auch schon weiter zum Rollhalt.

zum_rollhalt

Da heute natürlich tagesbedingt und natürlich auch wetterabhängig sehr viel Betrieb war, hielten wir uns am Rollhalt nicht auf, sondern legten einen direkten Start hin.

rollhalt

Und ab geht′s nach oben :-)

beim_starten

Wie schon berichtet, war die Luft recht bockig, meine Begleitung war aber trotzdem in der Lage, ein ganz gutes Foto der CT zu machen, als wir zum ersten Mal den Platz überflogen.

hoch_oben

Insgesamt haben wir innerhalb von 42 Minuten sechs Touch-and-Go’s durchgeführt, von denen die Hälfte ganz gut war, die andere Hälfte war… sagen wir mal: verbesserungswürdig 😉 Oder auf Neudeutsch: Sie besaßen noch sehr viel Potential!

Vor den Platzrunden hatten wir nochmal das Beschleunigen und Verlangsamen von 110 auf 200 und vice versa trainiert, was weiterhin ohne Höhenverlust funktioniert hat – anfangs war ich da noch recht ängstlich, vor allem, wenn die Klappen komplett eingefahren wurden und es so ein „Absacken“ nach unten gab. Inzwischen aber fast schon Routine :-)

Nach fünf Touch-and-Go’s ging es dann zurück an den Hangar.

zurueck_zum_hangar_1

Vielen Dank nochmal an meine Begleitung für die Fotos!

zurueck_zum_hangar_2

Am Hangar angekommen, führten wir noch unsere Checkliste durch und ich bekam von meinem Fluglehrer zu hören, was ihm gut, was sehr gut, und was ihm weniger gut gefallen hatte.

besprechung

Was noch nicht so gut klappt, ist die Landung: Ich habe/bekomme einfach noch kein Gefühl für den Bodeneffekt und mit welchem Ruder ich gegensteuern muss, wenn mein Flieger in eine bestimmte Richtung abdriftet…
Was ganz gut geklappt hat, war das durchstarten mit dem gedrückten rechten Seitenruder, um den Propellereffekt zu kompensieren.

Alles in Allem war es aber wieder sehr lehrreich und ich freue mich schon auf die nächste Stunde :-)

Zu guter Letzt gibt es meine „Kunststücke“ nun auch auf Video:

Bis zum nächsten Mal,

Euer Tobias