Ich kann fliegen – theoretisch…

Hallo liebe Leser,

es ist ENDLICH geschafft – ich habe die Theorieausbildung mit dem heutigen Tage beendet. Wobei – die Pyrotechnik fehlt mir noch, aber die ist schnell erledigt…

Aber langsam mit den jungen Pferden… eins nach dem anderen :-)

Wie euch ja durch meine letzten Beiträge bekannt, habe ich im Mai meine Flugtheorie in Tannheim absolviert, allerdings ist dabei zu erwähnen, dass es sich um einen PPL-Kurs handelte, ich also auch die komplette Navigation per VOR und DME mitbekommen habe – mit Sicherheit nicht UL-prüfungsrelevant, aber wirklich „nice to know“! Wenn ich also „aus Versehen“ mal in einer Echo-Maschine sitzen sollte, die ein VOR-Anzeigegerät hat, weiß ich wenigstens, was es mit Radialen und TO/FROM-Anzeigen auf sich hat :-) Allerdings hat mir das Wissen nachher auch in meiner BZF-Prüfung geholfen…

Aber erst einmal zu meiner UL-Theorieprüfung: Die fand am 01.07.2012 in unserer Fliegerhütte auf dem Messelberg in Donzdorf statt. Außer mir und meinem Flugschülerkollegen Engels war noch ein Dritter anwesend, der in Mosbach seine Ausbildung zum SPL-F macht und die Gelegenheit für eine Theorieprüfung nutzte.

Die Gebühren waren wirklich deutlich geringer, als ich sie erwartet hatte: 90 Euro Prüfungsgebühr (für Nicht-DULV-Mitglieder) und 7 Euro Anfahrtsgebühr – da kann man nicht meckern.

Nun bekam jeder von uns einen Ordner mit den Multiple-Choice-Fragen und passend dazu ein variierendes Lösungsschema – Abschreiben wäre also sinnlos gewesen. Insgesamt hatten wir für die komplette Prüfung 3,5 Stunden Zeit, was sich als mehr als ausreichend herausstellen sollte…
Wären da nicht die allgegenwärtigen Gewitter gewesen: Wer das Wochenende das Wetter in Baden-Württemberg beobachtet hatte, dem fiel auf, dass ab Freitag Abend um 20 Uhr bis einschließlich Samstag Abend gegen 18 Uhr eine Gewitterfront nach der anderen von West nach Ost über das Land zog – und um 9:15 Uhr, direkt nach Beginn der Prüfung am Samstag hatte ein Blitz das Bedürfnis, die komplette Stromversorgung in der Fliegerhütte lahmzulegen… und das hat er auch wirklich für knappe zwei Stunden geschafft! Wir saßen in unserem Besprechungsraum in einer teilweise durch die hohen Wolken erdrückenden Dunkelheit und konnten besonders bei unserer Navigationsaufgabe die Kurse nur schätzen, da die Lichtstärke echt katastrophal war. In dem Moment durfen wir allerdings eine beleuchtete Lupe und die LED-Beleuchtung unserer Handys benutzen, da es ansonsten unmöglich gewesen wäre, auf der ICAO-Karte auch nur annähernd einen Kurs ablesen zu können.

Nachdem wir nach ungefähr zwei Stunden mit den Multiple-Choice-Fragen fertig waren und zwei von uns auch schon an der Navigationsaufgabe saßen, setzte endlich auch wieder der Strom und damit das Licht ein. Ich muss dazu sagen, dass es das erste Mal war, dass ich eine reine „UL-Navi-Aufgabe“ berechnet habe: Es war deutlich einfacher als die Aufgaben im PPL-Bereich – keine Startphase mit verändertem Verbrauch und anderer Ve, Ortsmissweisung betrug dauerhaft +7°, keine Deviation geschweige denn eine Tabelle dazu… ehrlich gesagt: Es war „easy going“!

So war auch mein Resultat wirklich okay: In allen fünf Teilgebieten hatte ich niemals mehr als einen Fehlerpunkt, und somit kann ich sagen, dass es wirklich gut geklappt hat :-)

Zur Krönung bekam ich dann noch meinen Stempel in mein Heftchen:

theorie

Damit war dann auch die Theorie perfekt – und wie gesagt: Echt nicht schwer – wer von euch vor der Prüfung ist: Macht euch keinen Kopf!

Das war aber noch nicht alles, denn am Dienstag den 03.07.2012 sollte noch das BZF I folgen – wenn, dann richtig!

Grüße, euer Tobias